Weihnachtslied, chemisch gereinigt.

Lassen Sie sich von einem Grinch wie mir nicht die Freude über das Fest der Nächstenliebe verderben. Freuen Sie sich einfach auf ein paar Tage mit Ihren Liebsten, gutes Essen und Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Singen Sie „Last Christmas“, essen Sie selbstgebackene Plätzchen und genießen Sie Ihren Glühwein. Legen Sie die Füße hoch, vergessen Sie Ihre Sorgen, Nöte, Probleme für den Moment und lassen Sie sich bitte nicht streßen.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit.

Und für all die anderen Grinches da draußen gibt es hier das „Weihnachtslied, chemisch gereinigt“ von Erich Kästner. Denken wir mal für einen stillen Moment darüber nach, daß sich seit seiner Veröffentlichung 1927 nicht so wirklich viel geändert hat. Weihnachtslied, chemisch gereinigt. weiterlesen

#Journal 19. Dezember 25

Nur noch fünf Mal schlafen und zwei Mal arbeiten, dann hat der vorweihnachtliche Wahnsinn ein Ende, wir sind alle für drei Tage ultrabesinnlich und tauschen nach dem Weihnachtsfest fleißig Geschenke um, die nicht unseren Geschmack getroffen haben. Danach kann ich auch wieder in die Stadt fahren ohne daß mir der Geruch von Glühwein Brechreiz verursacht, es überall leuchtet und man mir meine Gehörgänge mit kitschigen Weihnachtssongs verklebt. Und nächstes Jahr schaffe ich für alle unter 18 die Geschenke ab. Merkt man, daß mich Weihnachten wieder akut nervt? Gar nicht, oder?  #Journal 19. Dezember 25 weiterlesen

Zwölf von Zwölf im Dezember 25

Da lege ich mir extra gestern vor dem Schlafen gehen noch prominent die Kamera bereit, um heute bei 12 von 12 – dem Fotoprojekt auf „Draußen nur Kännchen“ – mit zu machen und dann passiert was? Genau, ich wundere mich darüber, daß die Kamera da sinnlos herum liegt und verdränge gekonnt, warum ich gestern Abend der Meinung war, die neben dem Wasserkocher im Weg zu platzieren. Eigentlich gar nicht so dumm gedacht, ist mein Heißwasserknecht doch das erste Gerät, was ich morgens bediene. Ich habe halt meine morgendliche Verpeiltheit nicht mit in meine Überlegungen einbezogen. Zwölf von Zwölf im Dezember 25 weiterlesen

#Journal 11. Dezember 25

„Wenigsten Sie stehen richtig!“ ist tatsächlich ein Kompliment, was ich so auch noch nicht gehört habe. Und ich stand im wörtlichen Sinne. Nämlich an meinem neuen Schreibtisch, den man mittels Elektrik zum Stehtisch hochfahren kann. Das freundliche Lob kam von der Betriebsärztin, die wir vor kurzem im Hause hatten. Mir war gar nicht bewußt, daß man falsch stehen kann. Zumindest, wenn man den Arbeitsschutz befragt, kann man das wohl durchaus. Bei mir sind alle Abstände und Winkel so, wie sie das sein sollten. Macht sich bestimmt gut im Portfolio meiner vielen Stärken: Sie ist außerordentlich gut dazu in der Lage, richtig zu stehen. Das nenn ich mal einen ungewöhnlichen Skill, den man in eine Bewerbung schreiben kann. #Journal 11. Dezember 25 weiterlesen

#Journal 7. Dezember 25

Ich bin nicht im Weihnachtsstress. Wie jedes Jahr versuche ich den marktschreierischen Rummel um das „Fest der Liebe“ nach Kräften zu ignorieren. Stattdessen bin ich sehr beschäftigt damit, Neues zu lernen. Aufgaben zu identifizieren, zu sortieren und für mich in Routinen zu überführen. Daneben bastel ich an Listen und Vorlagen, ich habe solche Sachen gerne einheitlich. Meinen Excel-Listen sieht man sofort an, daß sie von mir erstellt und formatiert wurden. Und weil ich ein fauler Mensch bin, sollen mir Vorlagen für Dokumente möglichst viel Zeit sparen. Ich möchte zum Beispiel auf einem Blatt ein Datum eingeben können und die drölfzig anderen Tabellenblätter errechnen dann alles mögliche automatisch, was ich sonst mühselig zu Fuß anpassen müsste. An so etwas habe ich Spaß.  #Journal 7. Dezember 25 weiterlesen

Gemeinsam alleine auf dem Weg.

Sanft kurvt die Straße hinunter ins Tal an die Nister. Und fast kann ich den Schalter hören, der sich auf den letzten Metern bis zu meinem Ziel in meinem Inneren umschaltet: von Alltag und Lärm auf Ruhe und Abschalten. Ich stelle das Beschleunigungsmonster auf dem Gäste-Parkplatz der Zisterzienserabtei Marienstatt ab. Knackige ein Grad über Null zeigt mir das Thermometer, während mich Sonnenstrahlen begrüßen. Wie anders dieser Ort im November ist! Bei meinem Aufenthalt im August war das Kloster voller Leben, der Barockgarten stand in schönster Blüte, und die Vorbereitungen für ein hohes Kirchenfest, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, waren im Gange. Gemeinsam alleine auf dem Weg. weiterlesen

#Journal 26. November 25

Kaum fahre ich ein paar Tage zum Schweigen ins Kloster, schon hört man gar nichts mehr von mir. Ich habe die vier Tage Ruhe, Abgeschiedenheit und für mich sein sehr genossen. Und ich glaube, nächstes Jahr hänge ich einfach noch ein paar Tage dran. Zurück bin ich seit Sonntag und seitdem habe ich mich gut beschäftigt. Genug zu tun habe ich. Im Hauptbroterwerb erwartet mich die Vorbereitung des neuen Jahres und im Nebenerwerb muß ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen, um mir einen Schlachtplan aufstellen zu können. #Journal 26. November 25 weiterlesen

Umgestiegen: Drei Jahre später.

Es ist dreieinhalb Jahre her, um genau zu sein – als ausgewiesener Korinthenkacker sind wir da sehr genau. Da habe ich beschlossen, daß wir uns künftig auf ein Auto beschränken, ich dafür ein Pedelec bekomme und so blieb uns als vierrädriges Verkehrsmittel das Beschleunigungsmonster. Cookie und ich besitzen seitdem nur noch ein Auto. Präziser ausgedrückt: einen fahrtüchtigen Personenkraftwagen, mein Cabrio ist Cookies Bastelprojekt und wird nicht auf der Straße bewegt. Um Wege motorisiert von A nach B zurücklegen zu können, teilen wir uns seitdem meinen alten Corolla.

Und, wie ist es mir damit ergangen? Klappt das tatsächlich im Alltag? Werde ich nicht ständig naß, friere mir edle und nicht so edle Körperteile ab, verliere einen Haufen Zeit und überhaupt, ist dieses Fahrradding wirklich praktikabel? Die Antwort darauf ist nicht so einfach. Umgestiegen: Drei Jahre später. weiterlesen